Theaterbesuch: Dantons Tod

An Allerheiligen nutzte die Aktivitas den freien Tag um den tristen Studentenalltag mit ein bisschen Kultur zu bereichern.  Natürlich musste aber der wache Geist bei der Arbeit gehalten werden und so hatte der Senior Büchners „Dantons Tod“ auf die Agenda des Semester setzen lassen.Das dem Vormärz zuzurechnende Stück spielt während der Grande Terreur in Frankreich und portraitiert – für ein Theaterstück außergewöhnlich eng am Originalgeschehen – die Spannungen zwischen den führenden Köpfen der Revolution um Georges Danton und Maximilien de Robespierre, welche in Dantons Hinrichtung auf dem Schafott enden.

Die bis heute aktuelle Botschaft des Stückes, die Darstellung des Kampfs um die Demokratie als Gratwanderung zwischen zynischem Moralismus und Gewaltherrschaft und zahnlosen Idealen, die von der gesellschaftlichen Realität ignoriert werden, stimmte alle Teilnehmer nachdenklich. Trotzdem wurde der angefangene Abend noch genutzt, um in der Lounge einer nahe gelegenen Cocktailbar letzte unklar gebliebene Details der Aufführung und Interpretation bei einem Glas Branntwein zu erörtern.

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